Was darf Kunst kosten ?

Veröffentlicht: 17. Oktober 2008 von Bianka Schüssler in Kunst und Kultur, Umfragen
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Umfrage ( die Umfrage ist anonym ):

Vielen Dank für Ihre Teilnahme.

Kommentare
  1. Hagbard Celine sagt:

    Kunst darf man nie kaufen. Wenn man es Käuft ist es gar keine Kunst mehr, weil nämlich die Ekeldreckaura von dem Geld hängen bleibt und das Zeug, das Material, also die Leinwand oder den Steinklumpen oder das andere, aus dem das Kunstseinwillding gemacht wurde ganz verseucht und, wenn da mal so was wie Geist dringewesen sein sollte, ihn austreibt wie einen mittelprächtigen Dämonen. Kunst kann man also machen, schenken und sogar klauen, nie aber kaufen. Dann ist es keine Kunst mehr sondern nur noch ein Anlageobjek, was das ganze Karma versaut, das man sich mühsam anmeditiert oder durch die zwanghafte Pfadfindermentaltität, mitr der der westliche Mensch im Allgemeinen aufwächst, erworben hat.

  2. –Kunst darf man nie kaufen, dann ist das, was Kunst ausmacht, verloren–

    Wenn das die Aussage gewesen sein sollte, dann ist es m.E. unlogisch, was Sie schreiben. Denn was kann es sein, dass Kunst ausmacht ? Wenn es das ist, was dem Künstler eigen ist und sich nur ihm erschliesst, dann ist diese Kunst nur für ihn bestimmt. Dann ist sie aber auch keine Kunst.

    Fakt ist für mich, immer dann, wenn ich eine emotionale Reaktion beim Betrachter erziele, hat meine Arbeit eine Wirkung. Die tatsächlich damit bewirkte Emotion ist egal, sie kann für den Betrachter schlecht oder gut eingestuft werden. Noch deutlicher wird es, wenn ein Betrachter in die morphogenetischen/morphoenergetischen ( da streite ich mich noch mit den Gelehrten. Aus meiner Sicht ist morphoenergetisch der korrekte Ausdruck ) Felder gelangt.

    Ich kann Ihnen logisch nicht folgen, weil mir nicht klar ist, was nach Ihrer Auffassung Kunst ist. Oder anders ausgedrückt, ich habe eine andere Auffassung von Kunst. Wenn man es überhaupt auf kurze Aussagen zusammenfassen kann, dann ist Kunst für mich, etwas Neues schaffen, eine Aussage treffen zu Politik, zur Gesellschaft etc. mit anderen Worten: aufrütteln, den Betrachter zum Denken, zum Infragestellen bewegen, alte Strukturen aufbrechen u.s.w..

    Kunst muss den Betrachter emotional erreichen, sonst bleibt die Aussage ohne Wirkung. Immer ist es ein Prozess, immer geht damit einher, die Auseinandersetzung mit einem Thema. Am Ende bleibt das Werk, um dies zu transportieren.

    Und da komme ich für mich zu dem Schluss, jede Denkleistung, ob ich sie literarisch, filmisch als gesprochenes Wort oder als Malerei… transportiere, ist eine Leistung, die ich mir in der heutigen Gesellschaft bezahlen lassen kann. Und je großartiger diese Denkleistung war, umso teurer sollte sie sein. Und wenn ich es schaffe, eine Denkleistung über ein einziges Werk zu transportieren, dann ist diese Leistung für mich höherwertig einzustufen als schriebe ich ein Buch mit 1000 Seiten darüber.

  3. Hagbard Celine sagt:

    > Wenn das die Aussage gewesen sein sollte, dann ist es m.E. unlogisch, was Sie schreiben
    Das ist richtig. Logik ist der Kunst noch viel abträglicher als Geld.

  4. Simone sagt:

    Das kommt darauf an, was man mit seiner Kunst aussagen will. Thematisch bedingt, muss sie dann sogar zwingend logisch sein, weil die Kunst sonst keinen Sinn macht. Entweder haben Sie eine extrem eng gefasste Auffassung von Kunst oder Sie wollen einfach nur profozieren.

  5. Hagbard Celine sagt:

    Simone, gerne setzte ich mich mit Ihrem Beitrag noch einmal auseinander, habe jedoch ein Verständnisproblem:

    Der nachfolgende Satz ergibt für mich keinen Sinn (Sinn wird nicht „gemacht“, er ergibt sich im deutschen Sprachgebrauch):

    > Thematisch bedingt, muss sie dann sogar zwingend logisch sein, weil die Kunst sonst keinen Sinn macht

    Bestenfalls handelt es sich um einen Zirkelschluß. Kunst müsse „dann“ (- wann ? in welchem vorher in Bezug genommenen Fall ?) zwimgend logisch sein, weil sie sonst keinen Sinn ergebe. Oder andersrum: Muß Kunst Sinn ergeben, weil sie logisch ist?
    „Thematisch bedingt“ hat überhaupt keinen mir ersichtlichen Bezug.
    Insgesamt ist mir Ihr Beitrag unverständlich.

    Sprache folgt – im Gegensatz zur Kunst – einer gewissen Logik und erfüllt ihren Zweck nur innerhalb dieses Systems.

    Provokation ist in der Kunst ein legitimes Mittel.

  6. rosienchen sagt:

    Die Frage müsste doch korrekt heißen, was müsste Kunst kosten ! Welchen Wert hat sie für die Gesellschaft. Warum wird aber nur ein Bruchteil bezahlt oder viel zu viel.

    Kunst darf man nicht kaufen, weil das verloren ist, was sie ausmacht, halte ich für ziemlichen Unsinn und für wenig zeitgemäß. Wir leben nicht autark.

    Provokation ist in der Kunst ein legitimes Mittel, aber dies ist ein Austausch über Kunst und nicht die Kunst.

  7. HD1947 sagt:

    Ich entscheide diese Frage immer spontan. Wenn mir etwas gefällt und ich das Geld habe und bereit bin, es auszugeben, dann kaufe ich. Ich denke dann nicht nochmal tagelang nach oder ziehe irgendwelche Berater hinzu. Meine Intuition entscheidet. Insofern darf die Kunst immer soviel kosten, wie ich mir leisten kann.

  8. Hagbard Celine sagt:

    rosienchen,
    > Provokation ist in der Kunst ein legitimes Mittel, aber dies ist ein Austausch über Kunst und nicht die Kunst.

    Auch in einer Diskussion kann ein kontroverser Standpunkt produktiv sein. Ohne meinen ersten Beitrag hätte es diesen Meinungsaustausch vermutlich gar nicht erst gegeben. Vernünftige Standpunkte und sinnvolles Verhalten wie bei HD1947 geben dagegen keinen Anlass zu weiterem Diskutieren.

    Der Konjunktiv ist im Übrigen eine Kunst für sich.

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