Börsenbulle: Eine symbolische Kastration

Pressemitteilung der  Galerie White Trash Contemporary / Hamburg:

BÖRSENBULLE KASTRIERT!

Die Skulptur “Bulle und Bär” vor der Frankfurter Börse, ein Symbol für starke, testestoronstrotzende, Aktienmärkte, wurde in einer Kunstaktion symbolisch entmannt.

Am 20. Februar wurde der Frankfurter Bulle, eine bronzene Tierskulptur (“Bulle und Bär”) vor der Deutschen Börse, symbolisch kastriert. In einer performativen Aktion formte der Hamburger Künstlers Baldur Burwitz die Hoden des Stiers ab. Die Entmannungs-Aktion war als ironischer Kommentar auf die internationale Finanzkrise gedacht. Schon nach fünf Minuten wurde die Aktion vom Sicherheitsdienst der Börse abgebrochen, die beteiligten Künstler wurden vorübergehend festgenommen, nach längerer Diskussion dann aber laufen gelassen. Den Gipsabdruck der Bullenhoden durften sie mitnehmen. (siehe Protokoll Argus-Sicherheitsdienst vom 20.2.2009).

Die symbolische Entmannung, so Burwitz, soll auf drastische Weise deutlich machen, wie schnell die einst einflussreichen Finanzmärkte zu impotenten Zahlungsempfängern degenerieren. Von dem Gipsabdruck formte der Künstler inzwischen eine bronzefarbene Plastik, die in einer Glasvitrine präsentiert wird. Die Börsenbullen-Skulptur mit dem Titel “Peanuts” wird zur Zeit in der Hamburger Galerie “White Trash Contemporary” im Rahmen der Ausstellung CASH FLOW gezeigt. Um den öffentlichen Charakter der Aktion zu unterstreichen, wird die Skulptur ab 4.März 2009 auf der Online-Auktionsplattform eBay versteigert.

Stichwort: Börsenbulle

>>Link ebay

Für weitere Informationen und Bildmaterial kontaktieren Sie bitte die Galerie White Trash Contemporary unter infowtc@mac.com.

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